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24.05.2013, 09:32 Uhr | Heike Wischemann
„Ein Klima für Familie schaffen“
Familienpolitikerin Michaela Noll MdB zu Gast in Vreden
Vreden/Kreis Borken. Unter dem Zeichen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ stand der Mittwoch, 22. Mai 2013, für die CDU in Vreden. Auf Einladung des Vredener Bundestagsabgeordneten Johannes Röring, der Frauen Union des Kreises Borken und des Vredener CDU Stadtverbandes besuchte die Bundestagsabgeordnete und Familienpolitikerin Michaela Noll die Stadt Vreden und machte sich ein Bild der Familienpolitik vor Ort.
 
Erster Anlaufpunkt für die Abgeordneten und Politiker war das Familienzentrum im St. Georg Kindergarten, wo sich die Gruppe von der Umsetzung der Familienberatungsstelle und des Betreuungsangebots vor Ort informierte. Michaela Noll zeigte sich überzeugt: „Mit den Familienzentren haben wir mit Abstand das Beste für die Familien erreicht.“ Auch die kommissarische Leiterin, Doris Becking, stimmte dem zu: „Die Wege und die Hemmschwelle, sich als Eltern Rat zu holen, sind kurz.“ Weitere Themen wie Öffnungszeiten, Angebote von Tagesmüttern und die U3-Betreuung wurden angesprochen.
Gegen Abend luden die CDU Vreden und die Frauen Union des Kreises Borken zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Gaststätte Bußmann ein, auf der Marlies Nabers und Theresa Thies von der do.it Projekt-Management GmbH und des Kinderhauses Rasselbande in Ahaus über das Konzept eines betrieblich orientierten Kindergartens für Vreden referierten. Sie hoben hervor, wie wichtig flexible Kinderbetreuung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei und stellten ihre Lösungsansätze vor. 
Die Hauptreferentin des Abends, Michaela Noll, lobte die Präsentation und meinte: „Die Uhren in Vreden ticken anders als bei mir im Wahlkreis Mettmann.“ Insgesamt habe sie das Bild, dass es hier noch stimmige Familienstrukturen gebe. Daher hoben sie und Johannes Röring hervor, dass die Union sich für die Wahlfreiheit von Familien einsetze. „Wir müssen Familien überlassen, wie sie Familie leben wollen“, so Noll und betonte, dass Eltern frei entscheiden sollten, ob sie für die Kinderbetreuung zuhause oder weiter berufstätig bleiben wollen. „Die soziale Kompetenz der Gesellschaft fängt in der Familie an“, so Noll. Von der Lufthoheit über Kinderbetten seitens der anderen Parteien halte sie nichts. Es entspreche einem anderen Gesellschaftsbild, wenn man Erziehung und Betreuung nur Dritten überlasse. Deshalb sei die Wahlfreiheit so wichtig.
Noll erlebe auch, dass Familie und Kinder zunehmend als Belastung empfunden werden. „Leider ist das Klima einer kinderentwöhnten Gesellschaft in Deutschland Fakt. Deshalb müssen wir ein Klima für Familien schaffen.“ Die Familienpolitik, die die CDU vertrete, sei werteorientiert. 
Neben den Themen Betreuungsgeld und Betreuungsausbau schnitt Noll auch das Thema der Familienpflegezeit an. Das Thema sei trotz demographischen Wandels insgesamt noch nicht sehr präsent in den Köpfen. Die Unternehmen müssten vermehrt auf ihre Arbeitnehmer eingehen und ihnen mehr Flexibilität für Familie ermöglichen. Dafür und für den Wiedereinstieg von Müttern und Vätern in den Beruf wolle Noll sich einsetzen, wenn sie bei der anstehenden Bundestagswahl gewählt werde. Ihr direkter Gegenkandidat im Wahlkreis Mettmann ist der Spitzenkandidat der SPD, Peer Steinbrück. 
 
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Tauschten sich über Familienpolitik aus (v.l.n.r.): der Vredener Landtagsabgeordnete Bernhard Tenhumberg, die Kreisvorsitzende der Frauen Union Berta Hendriks, Stadtverbandsvorsitzende der CDU Vreden Gisela Waning, die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring.